Partnerschaft: Unterwegs zum «wir»

«Es ist nicht gut, dass der Mensch (Adam) allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei» (wörtlich: «eine Hilfe, als sein Gegenüber»). Diese Stelle aus dem ersten Mosebuch der Bibel wird oft im Zusammenhang mit Partnerschaften zitiert.

Fühlen sich Singles einsam und ist es tatsächlich nicht gut, wenn der Mensch «alleine» ist? Ist Gott gegen allein stehende Menschen? Wenn man den oben zitierten Bibelvers aus 1. Mose, Kapitel 2, Vers 18 liest, könnte man es so verstehen. Beim genaueren Betrachten fällt auf, dass Adam zu dieser Zeit der einzige Mensch auf der Erde war, also auch keine Freunde und Kollegen hatte. Dass diese Voraussetzung für jeden Menschen schlecht ist, ist durchaus nachvollziehbar. Stetige Einsamkeit ist nichts für das «Herdentier» Mensch.

Singles wünschen sich einen Partner und Paare manchmal mehr Freiraum

Singles wünschen sich einen Partner und Paare manchmal mehr Freiraum

Singles wünschen sich einen Partner und Paare manchmal mehr Freiraum

Vieles, was man nicht hat, ist reizvoll – zumindest so lange, bis man auch die herausfordernden Seiten davon kennen gelernt hat. Singles laufen Gefahr, nur die schönen Seiten einer Partnerschaft zu sehen. Familie als Himmel auf Erden und einen Partner, der einen so liebt, wie man ist. Paare wünschen sich manchmal mehr Freiraum, insbesondere wenn Kinder da sind, die intensiv betreut werden müssen. Beide Lebensformen haben schöne Seiten, fordern jedoch auch heraus.

«Warum sagt einem das niemand vorher?»

Der Film «Marley und ich» erzählt die Geschichte des frisch verheiraten Paars John und Jenny Grogan. Die beiden ziehen vom kalten Michigan ins warme West Palm Beach in Florida, um dort gemeinsam Schritt für Schritt ihren neuen Lebensweg zu gehen. John ist sich bezüglich Kinder noch unsicher. Auf den Tipp seines Freundes Sebastian hin, kauft er einen Hund. Wie sich herausstellt, ist dieser nicht nur schwer zu erziehen, sondern nimmt durch seine ungestüme und tollpatschige Art einen enormen Einfluss auf das Familienleben, welches nach und nach mit drei Kindern bereichert wird.

In einer Szene fragt Jenny, am Ende ihrer Kräfte: «Warum sagt einem das niemand vorher?» Dieser Film ist ein gutes Beispiel, dass Familie oft eine grosse Heraus-forderung ist. Eigene Pläne müssen zurückgestellt, aus dem Ego muss ein «wir» werden, und zwar in sämtlichen Fragen der gemeinsamen Zukunft. Ohne Verzicht geht es nicht.

Gemeinsam oder einsam

John und Jenny Grogan organisieren sich und finden einen Weg. Als der Hund Marley stirbt, ist der Verlust dieses geliebten, wenn auch unbändigen Tieres, deutlich spürbar. Der Film zeigt Werte auf, wofür es sich zu leben lohnt. Man muss bereit sein, seine Vorstellungen loszulassen, sich gemeinsam zu arrangieren und neue Wege zu finden. Die Wahl lautet: gemeinsam oder einsam. Einsamkeit in einer Beziehung ist durchaus möglich und schwer zu ertragen. Um gemeinsame Wege geht es auch in einer WG (Wohngemeinschaft) oder als Single (unterwegs sein mit Freunden). Auch hier gilt es, gewisse Regeln einzuhalten und gemeinsame Wege zu finden.

Weggefährten sind wie ein Spiegel

Soziales Leben gestalten muss nicht «nur» zwischen Mann und Frau stattfinden. Die beteiligten Partner und die Form, die gelebt wird, bestimmen Regeln, Wege und auch Umwege. In diesem gemeinsamen Unterwegssein braucht es Freunde, Kollegen und Ehepartner, die einen unterstützen und umgekehrt. Da gehören auch unangenehme Feedbacks dazu. Erst der Spiegel hilft eine Korrektur vornehmen zu können und das «Unterwegssein zum wir» möglich zu machen. Darum ist es gut, dass der Mensch nicht allein ist.

 

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